„Operation Northwoods“ ist der Name eines Strategiepapiers des Pentagon aus dem Jahr 1962. Unterschrieben vom damaligen Generalstabschef Lyman Lemnitzer, also dem hochrangigsten General im Pentagon, sah es unter anderem simulierte Angriffe gegen die Marinebasis Guantanamo Bay sowie die Durchführung einer Terrorkampagne „unter falscher Flagge“ mit Bombenanschlägen in Washington und Miami als „Rechtfertigung“ für eine US-Invasion in Cuba vor. Das Memorandum wurde John F. Kennedy vorgelegt, der sich jedoch weigerte, die darin vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen.
Das Northwoods-Dokument kann auf der Webseite des National Security Archive der George Washington University als PDF heruntergeladen werden.
Ein kurzes Einführungsvideo:
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Der Journalist James Bamford spricht über „Northwoods“:
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„In his new exposé of the National Security Agency entitled Body of Secrets, author James Bamford highlights a set of proposals on Cuba by the Joint Chiefs of Staff codenamed OPERATION NORTHWOODS. This document, titled “Justification for U.S. Military Intervention in Cuba” was provided by the JCS to Secretary of Defense Robert McNamara on March 13, 1962, as the key component of Northwoods. Written in response to a request from the Chief of the Cuba Project, Col. Edward Lansdale, the Top Secret memorandum describes U.S. plans to covertly engineer various pretexts that would justify a U.S. invasion of Cuba. These proposals – part of a secret anti-Castro program known as Operation Mongoose – included staging the assassinations of Cubans living in the United States, developing a fake “Communist Cuban terror campaign in the Miami area, in other Florida cities and even in Washington,” including “sink[ing] a boatload of Cuban refugees (real or simulated),” faking a Cuban airforce attack on a civilian jetliner, and concocting a “Remember the Maine” incident by blowing up a U.S. ship in Cuban waters and then blaming the incident on Cuban sabotage. Bamford himself writes that Operation Northwoods “may be the most corrupt plan ever created by the U.S. government.” (Quelle)
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ABC News on Operation Northwoods
Flashback: Operation Northwoods
„Ein Faustschlag ins Gesicht der menschlichen Gesellschaft“
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„Einige Empfehlungen der Operation Northwoods lauteten:
- Verbreitung falscher Gerüchte über Kuba durch geheime Radiosender
- Anschläge gegen kubanische Flüchtlinge in den USA, für die man Castro verantwortlich machen wollte
- Versenkung eines amerikanischen Schiffes in Guantánamo Bay
- Zerstörung einer amerikanischen Militärbasis oder eines amerikanischen Flugzeuges, anschließende Beschuldigung kubanischer Truppen
- Störung des zivilen Luftverkehrs, Angriffe auf Schiffe und Zerstörung eines US-Militärflugzeuges durch Flugzeuge vom Typ MIG
- Zerstörung eines angeblich mit ferienreisenden Studenten gefüllten Passagierflugzeuges
- Inszenierung einer Terroraktion mittels des tatsächlichen oder simulierten Versenkens kubanischer Flüchtlinge.
- Inszenierung von kommunistischen kubanischen Terroraktionen im Bereich Miami und in anderen Städten Floridas sowie in Washington
- Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine durch ein kubanisches Flugzeug.
Für den Angriff und Abschuss einer zivilen Chartermaschine sah man vor, ein genaues Duplikat eines tatsächlich registrierten Zivilflugzeuges der CIA anzufertigen. Vorgesehen war hierfür der Luftwaffenstützpunkt Eglin. Das Duplikat sollte durch ein Rendezvous beider Flugzeuge südlich von Florida ausgetauscht werden. Zuvor haben bereits Passagiere mit falschem Namen das tatsächlich registrierte Flugzeug betreten und fliegen auf Minimalhöhe zum vorgesehenen Luftwaffenstützpunkt Eglin zurück. Das Duplikat sollte als Drohne weiter Richtung Kuba fliegen und mit der Notfrequenz „May Day“ einen Angriff durch ein kubanisches Kampfflugzeug simulieren. Indem das Signal von der International Civil Aviation Organization aufgefangen wird, würde der Vorfall von ganz allein genug Aufsehen erregen, ohne großes zutun der US-Administration.“ (Quelle)
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Der Basler Historiker Dr. Daniele Ganser in einem Interview im Schweizer Fernsehen über historische Forschung und Wahrheitsfindung:





